Unsere Forschung in einem ugandischen Dorf

Meine Arbeitserfahrungen in Uganda

Wie einige von euch vielleicht wissen, lebe und studiere ich derzeit in den Niederlanden. Über meine Erfahrungen in diesem Bereich kannst du hier nachlesen.

Für das Studienprogramm planen wir immer Projekte und führen sie auch durch. In den ersten beiden Jahren werden sie auf regionaler und nationaler Ebene durchgeführt. In meinem nun mehr dritten und kommenden vierten Jahr werden wir ins Ausland reisen, um dort unsere Projekte zu realisieren! Ich bin sehr glücklich, dass mein Studium mir die Möglichkeit gibt, in verschiedenen Ländern zu arbeiten und zu leben!

‘Honig ist Bares!’

Es handelt sich um ein Sozialforschungsprojekt und zu meinem Team, gehören neben mir, noch drei weitere Studenten. Wir touren grundsätzlich durch eine bestimmte Region in Uganda und befragen Imker über ihr aktuelles Geschäft und ihre Zukunftsperspektiven. Wir hoffen, dass wir all diesen Imkern eine Art “Assosiaktionsmodell” zur Verfügung stellen können, um ihren Aufwand zu minimieren, in dem wir eine Sammelstelle für Honig und deren Verteilung schaffen.

Also nachdem ich dich jetzt mit unseren Projektinhalten gelangweilt habe, erzähle ich dir, was wir auf unserer Projektreise erleben durften.

Das Entsetzen und die Freude eines Forschers

Die Forschung in einem Entwicklungsland bringt gewisse Herausforderungen mit sich. Noch höher ist die Herausforderung, auf abgelegenen Dörfern in einem Entwicklungsland zu forschen. Da wir aus einem westlichen Land kommen, mussten wir uns alle an einen viel informelleren und entspannteren Arbeitsstil gewöhnen. Wir lernten viel über die lokale Imkerei kennen, besuchten aber auch andere lokale Betriebe, wie eine Kaffeefarm und eine Handwerksorganisation. Es ist toll, diese fleißigen und kreativen Menschen kennenzulernen, und ihre Kultur, sowie die Menschen eines Landes durch seine Projektarbeit kennenzulernen.

Unsere Herausforderung:

  • 1x mit dem Auto im Schlamm stecken bleiben
  • 1x Reifenpanne
  • 1x Autopanne wegen leerer Batterie
  • 1x wurden wir von verrückten und aggressiven Bienen vertrieben!
  • Immer und immer wieder: Verlaufen
  • Immer und immer wieder: Umgang mit unterschiedlichen Zeitwahrnehmungen und Arbeitseinstellungen

Unsere Freuden

  • Zusammen arbeiten und leben macht aus einem Team schnell eine Familie
  • Keine Termine mit Leuten vereinbaren, diese haben sich immer Zeit für uns genommen
  • Die harte Arbeit der Imker zu erleben und ihre zukünftigen Ambitionen kennenzulernen, ist Motivation genug, um mit der Arbeit anzufangen!
  • In einem warmen Land in schöner Natur zu arbeiten – was kann man daran nicht lieben?

Meine Tipps für eine erfolgreiche Recherche

  • Bringe immer ein paar kleine Geschenke für Ihre Befragten mit, wenn du kein Budget hat, um diese zu vergüten
  • Eine solarbetriebene Powerbank ist ideal (“Solar One” ist ideal!), wenn man mit dem Handy das Interview aufzeichnen möchte, oder wenn man mit einem Laptop/Tablett, arbeiten möchte
  • Allerdings würde ich dir empfehlen, lieber mit Stift und Papier zu arbeiten: Es kann sehr unsensibel auf den Befragten wirken, wenn man seine “Luxusware” auspackt, wenn diese kein Zugang zu fließend Wasser oder Strom haben
  • Investiere in einen zuverlässigen und vertrauenswürdigen Übersetzer, denn alle Daten hängen von den Fähigkeiten dieser Person ab!
  • Sei offen und freundlich, besonders wenn man nicht die Landessprache sprechen kann. Die Befragten freuen sich über eine ruhige und freundliche Atmosphäre.
  • Wenn Ihre Befragten etwas produzieren (landwirtschaftliche Produkte, Kleidung, Kunsthandwerk usw.), kaufe etwas von ihnen – doch mindestens die Arbeit positiv anerkennen
  • Sei geduldig. Die Dinge brauchen Zeit in vielen Entwicklungsländern, dort Zeit ist relativ, also hetze die Menschen nicht. Erwarte und fordere keine “westliche Geschwindigkeit”.

Diese Arbeitserfahrung war wirklich intensiv, aber auch lohnend für mich. Es braucht viel Zeit und Nerven, um eine solche Forschung durchzuführen. Es ist toll, vor Ort zu sein und tatsächlich für und mit den Menschen zu arbeiten, die von diesem Projekt profitieren werden 🙂

Wie sind deine Erfahrungen mit der Arbeit im Ausland? Ich bin gespannt auf deine Tipps, Tricks und natürlich auch lustige Geschichten! Lasse sie in den Kommentaren stehen 🙂

Wherever you go go with all your heart! <3

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16 Kommentare zu „Unsere Forschung in einem ugandischen Dorf“

  1. What an interesting project! I hope to read more about your adventures. They remind me of my research year among first nations in Canada years ago. It can be a very rewarding experience.

  2. Getting an opportunaty to work and live in another country sound perfekt to me. Being part of a team with locals will be a once in a lifetime experience. Did you choose Uganda by yourself for the research?

    1. Yes indeed it was a great experience! From our university we could choose different projects, three of them were in african countries and I applied to all of those african ones.

    1. Liebe Katja,
      Das Projekt haben wir in den Niederlanden im September angefangen und waren vor Ort in Uganda für 4 Wochen. Danach war ich noch 2 Wochen reisen 🙂

  3. This sounds like a very interesting experience. I bet it wasn’t easy but very rewarding and for sure something you won’t forget in the future. I like your tipps, they show a lot of respect for the culture and people.
    Keep us in the loop about the outcome.